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Bären
spielen seit Menschengedenken eine große Rolle. Die Indianer, zum Beispiel, sahen in ihm einen Vorfahren, dem wegen seiner Kraft und Größe magische Kräfte zugesprochen wurden. Aber auch andere Urvölker verehrten Ihn. li. Bild: Silberschmuck der Indianer des Südwestens der USA. Die dargestellten Bärensymbole (li. stilisierter Bär, re. Bärentatze) schützen den Träger vor Unheil. Meist in Verbindung mit Türkisen, deren intensive Farbe positive Kräfte bündeln soll. Im Mittelalter wandelte sich das Bild: Man brach Ihren Willen, quälte und mißbrauchte sie als Tanzbären (was ja z.Teil heute noch gemacht wird) oder als Gegner bei Ringkämpfen. Im 19. Jh begann man Sie in Zoos einzupferchen, unter bärenunwürdigen Zuständen... |
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Unser Plüschkamerad dagegen, erlickte erst vor ca. 100 Jahren mit seinen treuen Knopfaugen das Licht der Welt: und das sogar gleichzeitig auf zwei Kontinenten! Viele Geschichten ranken sich um seine Entstehung, hier die wohl bekanntesten: |
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Zur gleichen Zeit betrieben das Ehepaar Rose und Morris Michtom, russische Einwanderer, in Brooklyn (New York) ein Schreibwaren- und Neuheitengeschäft. Inspiriert von besagtem Bild, entwickelte Rose einen Plüschbären mit Gelenken, den sie "Teddy`s Bär" nannte. Nachdem die ersten Exemplare sehr beliebt (und schnell verkauft) waren, bat Sie Rosevelt um die Erlaubnis, den Bären Teddy zu nennen. Er hatte nichts dagegen und so kam der Teddybär zu seinem Namen. Und die Michtoms gründeten die sehr erfolgreiche Spielzeugfirma Novelty & Toy Co. |
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Hier wurden schon vorher Plüschtiere und naturalistisch gestaltete Bären hergestellt, die zum Teil auf vier Rädern durch die Welt rollten. Margarete Steiff, die in ihrer Kindheit an Kinderlähmung erkrankte und seitdem an den Rollstuhl gefesselt war, gründete 1880 eine Versandhausfirma für Filzwaren, Plüschtiere und andere Dinge. Von ihr stammt auch der berühmte Nadelkissen-Elefant, der zum ersten Warenzeichen der Firma Steiff wurde. 1902 entwickelt ihr Neffe, Richard Steiff; einen Bären der sich nach dem Vorbild der damals verbreiteten Puppe bewegen ließ. 1903 wurde er erstmals auf der Frühjahrsmesse in Leipzig vorgestellt. Damit trat der Teddybär in die Welt der Kinderzimmer und eroberte die Herzen der Kinder - und die der Erwachsenen - im Sturm. |
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Danach überschlugen sich die Ereignisse weltweit: die Produktion stieg innerhalb kürzester Zeit an, neue Firmen wurden gegründet oder die vorhandene Produktion auf Teddys erweitert bzw umgestellt. Teddybären und -motive gab es bald für alle Lebenslagen: Bettzeug, Geschirr, Möbel, Spiele, Schmuck, Taschen ... Aber auch als Werbefigur und als Werbegeschenk. Man kleidete ihn standesgemäß, nahm ihn mit zu Ausflügen und natürlich durfte er auf keinem Familienfoto fehlen... |
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Wenn
man bedenkt, das der heißgeliebte Teddybär erst seit Anfang
des 20. Jh. den Kindern (und Erwachsenen) dieser Welt Trost spendet fragt
man sich doch, wem die Generationen vorher Ihre Geheimnisse anvertraut
haben.
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